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Deutsch als Fremd- und Fachsprache

Die berufliche Kommunikation stellt einen ausgesprochen wichtigen und weiter wachsenden Schwerpunkt der Forschung und Lehre im Bereich Deutsch als Fremdsprache dar. Am Fachgebiet bildet daher die Entwicklung von Materialien für einen fachsprachlichen Unterricht einen zentralen Forschungsschwerpunkt. Hierzu zählt zum einen das von der Mercator-Stiftung geförderte Projekt „Sprachen – Bilden – Chancen“, in welchem in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität und der Freien Universität Material für einen sprachsensiblen Unterricht an Berliner Schulen entwickelt wurde und das im Sommer 2017 einen erfolgreichen Abschluss fand. Derzeit läuft das vom DAAD geförderte Projekt „Dhoch3 – DaF-Studienmodule“, in dessen Rahmen das Modul zu Fachsprachen und fachlicher Kommunikation entwickelt wird. An der Zentraleinrichtung Moderne Sprachen der TU Berlin (ZEMS) werden laufend mit Finanzierung durch Gebühren Curricula und Materialien für einen Fremdsprachenunterricht an unserer Universität hervorgebracht.

Deutsch als Fremd- und Fachsprache stellt auch einen wichtigen Bestandteil der Lehre am Fachgebiet dar: Die Didaktik fachsprachlichen Unterrichtens findet hier insbesondere in Modul 6 des Master-Studienganges „Deutsch als Fremd- und Fachsprache“ Berücksichtigung und soll im Rahmen seiner Überarbeitung zum Wintersemester 2019/20 verstärkt werden. Grundlagen und weiterführende Überlegungen zur Fachsprachendidaktik haben Eingang in das Lehrwerk „Fachsprachenvermittlung im Unterricht“ (Paderborn: Schöningh, 2016; StandardWissen Lehramt, utb 4094) von Gabriele Kniffka und Thorsten Roelcke gefunden.

Linguistik von Fachsprachen

Die Linguistik von Fachsprachen stellt einen wichtigen Forschungsschwerpunkt am Fachgebiet dar. Einen zentralen Gesichtspunkt bildet dabei zum einen die Modellierung von Fachsprachen und fachlicher Kommunikation unter Berücksichtigung des von Roelcke (2002) entwickelten Modells sprachlicher Ökonomie bzw. kommunikativer Effizienz; darüber hinaus werden Typologien ein- und mehrsprachiger Fachkommunikation (für die Bereiche Medizin, Recht oder Projektkommunikation) entwickelt. Zum anderen wird am Fachgebiet theoretisch wie praktisch über die Einführung von terminologischen Systemen in Texten (Terminologisierung) geforscht. Im Weiteren befindet sich ein Korpus von Fachtexten (Dissertationen) im Aufbau, welches unter quantitativen Aspekten analysiert werden soll.

In der Lehre findet die Linguistik von Fachsprachen insbesondere in Modul 4 Berücksichtigung: Neben einer zentralen Lehrveranstaltung, in der allgemeine fachsprachenlinguistische Grundlagen vermittelt werden, bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur Vertiefung der Lehr-/Lerninhalte. Als Lehrwerk dient hier insbesondere auch der Band „Fachsprachen“ (Berlin: Schmidt, 32010; Grundlagen der Germanistik 37) von Thorsten Roelcke, der Anfang 2019 bereits in der vierten Auflage erscheinen wird.

Variationslinguistik

Sprachliche Variation stellt nicht alleine in Bezug auf fachliche Kommunikation ein wichtiges Thema im Bereich Deutsch als Fremdsprache dar. Kenntnisse der historischen, regionalen und sozialen Variation der deutschen Sprache sind für ein besseres Verständnis der deutschen und auch anderer Sprachen von entscheidender Bedeutung. Die Forschungsarbeiten am Fachgebiet setzen hierbei auf eine sprachtypologische Grundlage, welche unter anderem zu Arbeiten zur Sprachwandeltheorie und  zu einer funktional basierten Typologie von Fachsprachen herangezogen wird. Das eigens entwickelte Konzept der „Variationstypologie“ wurde in dem gleichnamigen Handbuch (Berlin, New York: de Gruyter, 2003) bereits auf über 30 europäischen Sprachen angewandt.

Die Möglichkeit zur sprachtypologischen und variationslinguistischen Vertiefung des Studiums im Bereich Deutsch als Fremd- und Fachsprache wird im Master-Studiengang des Fachgebiets insbesondere in Modul 7/1 gegeben. Die zentrale Lehrveranstaltung zur Sprachtypologie greift dabei auf die „Typologische Variation des Deutschen“ (Berlin: Schmidt, 2001; Grundlagen der Germanistik 37) von Thorsten Roelcke zurück. Das bekannte Bändchen „Geschichte der deutschen Sprache“ (München: Beck, 2009; C.H. Beck Wissen 2480) wird in Kürze in zweiter Auflage erscheinen.

Interkulturalität

Der Erwerb und der Gebrauch fremder Sprachen stellt immer auch eine Auseinandersetzung mit fremden Kulturen dar. Vor diesem Hintergrund finden sich im Fachgebiet zwei Schwerpunkte der Forschung: Zum einen in der Analyse und Interpretation von literarischen Texten (darunter insbesondere auch des Dramas und der sog. hybriden Literatur) und zum anderen in der Analyse der Reflexion von einzelnen Sprachen (wie etwa Latein, Englisch oder Französisch) im deutschen Sprachraum in Geschichte und Gegenwart (mit Schwerpunkt auf dem Zeitalter des Barock und der Aufklärung).

Im Bereich der Lehre finden Inter- und Transkulturalität einen eigenen Schwerpunkt im Modul 7/2, das derzeit noch alternativ zu dem linguistischen Schwerpunktmodul 7/1 studiert werden kann und nach der Überarbeitung des Studienganges zum Wintersemester 2019/20 in ein zentrales Modul überführt werden wird. Im Rahmen eines innovativen Lehrkonzepts des forschungsorientierten Studienganges wird derzeit mit einem deutsch-mehrsprachigen Kulturwörterbuch ein eigenes Projekt für Studierende entwickelt, das den Umgang mit anderen Kulturen vertiefen und verbessern soll.

Berufsorientierung DaF

Der Master-Studiengang Deutsch als Fremd- und Fachsprache zeichnet sich nicht alleine durch seine Forschungsorientierung aus. Er soll vielmehr auf ein Berufsleben in drei wichtigen Bereichen vorbereiten: 1) Unterricht im Bereich Deutsch als Fremdsprache (im In- und Ausland); 2) Coaching im fremd- und fachsprachlichen Bereich (in Unternehmen und Institutionen) sowie 3) Forschung (im Rahmen von Promotionen und der Arbeit an wissenschaftlichen Einrichtungen). Das Studium am Fachgebiet bereitet in den Modulen 3 und 5 bereits auf solche Tätigkeiten vor; zusätzliche Veranstaltungen zu verschiedenen Berufsfeldern dienen dabei der ersten Orientierung und weiteren Vertiefung. Nach der geplanten Überarbeitung des Studienganges wird es darüber hinaus ein eigenes Modul zur wissenschaftlichen Methodik geben.

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