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TU Berlin

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Erfahrungsberichte

Eine faszinierende Lebensreise

Olena Bannikova und Stefanie Hövermann waren zwei von fünf DaF-Studierenden, die erstmalig an dem Doppelmasterprogramm teilgenommen haben. Damit ihr euch ein Bild darüber machen könnt, was man alles dabei erleben kann und beachten sollte, haben wir sie um ein Feedback gebeten. Wir hoffen, dass es euch in eurer Entscheidungsfindung weiterhilft.

Mein Name ist Olena Bannikova. Im Jahr 2009 habe ich mit dem Masterstudiengang „Deutsch als Fremdsprache“ begonnen. Schon im ersten Semester habe ich Frau Li Yuan kennen gelernt und mich für das Doppelmasterprogramm entschieden. Das war eine schwere Wahl, weil ich vorher über China noch gar nichts gewusst habe. Außerdem war das Programm neu und es gab mehrere Aspekte, die man noch klären musste. Dennoch hat mich ausgerechnet diese Ungewissheit für eine neue Entdeckung motiviert.

Ich habe auf dem Zijingang Campus gewohnt und studiert. Das ist ein riesiges Gelände mit Unterrichtsgebäuden, wunderschönen chinesischen Gärten, Palmen, Teehäuschen, Tannenbäumen, Wiesen und einem großen See.

Gewohnt habe ich in einer 3er-WG im Studentenwohnheim auf dem Campus. Das Gebäude war neu und die Wohnung voll ausgestattet: Waschmaschine, Kühlschrank, Mikrowellenherd, eine große Dusche mit heißem Wasser und Klimaanlagen in jedem Zimmer!

Auf dem Campus gibt es viele gemütlichen Cafés, ein Schwimmbad und eine Sporthalle. Man kann bei gutem Wetter am See picknicken. Aber auch außerhalb des Campus hat man viele Möglichkeiten. Es gibt in Hangzhou viele Nachtklubs, sehr viele Restaurants für jeden Geschmack und gemütliche Bars. Für Tagesausflüge gibt es auch sehr viele attraktive Orte: Pagodas, den Westsee, den Zoo, Buddhistische Tempel und Parks. Also, wer nicht faul ist, wird sich in Hangzhou nicht langweilen.

Die Chinesische Sprache ist natürlich etwas anders als Deutsch, Englisch oder Russisch. Der Anfang ist sehr schwer. Man braucht richtige Motivation und ein bisschen Fleiß beim Chinesischlernen. Aber im Fazit ist es genauso eine Sprache, die man sprechen lernen kann.

Ich bin nach Hangzhou mit keinerlei Kenntnissen und Vorstellung von China angekommen, um China Studies zu studieren. Deswegen waren alle Lehrveranstaltungen neu und sehr interessant für mich. Ich habe folgende Kurse belegt:

  • Survey of China
  • Intercultural Communication
  • Chinese Civilization
  • Chinese Public Policies and Social Security
  • Modern Chinese History
  • Chinese Business Studies
  • Socio-economic Development in contemporary China
  • Media and Mass Communication in China
  • Chinese Language Course


Vor allem der Kurs Chinese Business Studies hat mir sehr gefallen, da man nicht so viel über die wirtschaftlichen Theorien spricht, sondern mehr über die Praxis im Zusammenhang mit interessanten kulturellen Komponenten und Faktoren. Besonders interessant und wertvoll finde ich die Businessreisen. Und dank dem guten Englisch der Lehrerin lässt sich das Lehrmaterial leicht aufnehmen.

In einer fremden Kultur ist es sehr wichtig, nicht allein zu sein. In China habe ich das Problem nicht gehabt. Man findet sehr schnell Freunde und Bekannte in Hangzhou. Im Unterschied zu europäischen Ländern, wo man meistens nur mit Leuten aus seinem eigenen Heimatland befreundet ist, ist es sehr leicht, sowohl mit chinesischen als auch ausländischen Studierenden in Kontakt zu treten. Angenehm überrascht hat mich auch die Vielfalt der Nationalitäten, zu denen meine Freunde gehörten: Amerikaner, Deutsche, Chinesen, Ukrainer, Russen, Italiener, Mexikaner, Franzosen, Türken…

Aber es gab immer wieder kulturellbedingte Sachen, die ich nicht ganz verstehen oder akzeptieren konnte. Zum Beispiel spricht man beim Telefonieren sehr laut an öffentlichen Orten – im Bus oder auf der Straße. Das stört manchmal. Man drängelt sich öfter mal vor, ohne in der Schlange zu stehen. Das ärgert. Auch persönliche Fragen wie „Haben Sie einen Freund?“ wirken erst einmal befremdlich. Aber später habe ich gesehen, dass es nur eine Weise ist, eine positive und freundliche Atmosphäre zu schaffen.

China war eine ganz neue Welt für mich. Ich wünsche, dass auch andere Studenten sich für China entscheiden (und zwar für das China Studies Programm)!

Auch Stefanie Hövermann empfiehlt das Doppelmasterprogramm, weist aber darauf hin, dass man sich im Vorfeld auf interkulturelle Unterschiede einstellen muss. Beispielsweise sind die Sprachkurse nicht wie in Deutschland kommunikativ ausgerichtet. Allerdings kann diesbezüglich ein Tandempartner aushelfen. Zudem ist eine gewisse Geduld und Ausgelassenheit empfehlenswert, falls es auf chinesischer Seite nicht wie in Deutschland gewohnt zugeht. Nicht alles klappt sofort und manchmal muss improvisiert werden. Aber die chinesischen Dozenten sind äußerst hilfsbereit und tun ihr Bestes, euren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Und auch wir unterstützen euch von der TU aus, auch vor eurer Reise. Die aktuellen Ansprechpartner findet ihr hier auf der Übersichtsseite zum Doppelmaster.

Einen weiteren Erfahrungsbericht von Alexandros Kroesche über seine ersten 5 Monate in Hangzhou findet ihr hier.

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